ONLINE KONZERT

"Licht und Dunkelheit "  

Lieder von Schubert, Strauss, Berg,Wagner, Tschaikowski, Rachmaninoff, Lajovic, Mašek

6. März 2021

Mateja Potočnik, Sopran

Thomas V. Johnson, Klavier

Am Samstag 

um 19.00

 Aufgenommen in der Staatsoper Berlin, Deutschland

Das Musik-Online-Konzert ist kostenlos und kann unter folgendem Link abgerufen werden:

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* Aufgenommen in der Staatsoper Berlin, Deutschland

"Licht und Dunkelheit"

Licht und Dunkelheit – „Die Sterne kommen wieder zum Vorschein, sobald es finster genug ist“ (Thomas Carlyle), als ob Licht und Finsternis ohneeinander gar nicht auskommen könnten – entweder existieren sie beide, oder keins von beiden; als seien unleugbare Extreme ein Teil der Erdkugel, ihres zyklischen Verlaufes, und somit auch Teil der menschlichen Natur. Licht und Finsternis, Kälte und Wärme, Krieg und Frieden, Leben und Tod, Liebe und Hass, Hunger und Völlerei, Reichtum und Armut, Gut und Böse, Himmel und Hölle, Körperlichkeit und Geistigkeit, Treue und Untreue, Vertrauen und Eifersucht, Gerechtigkeit und Unrecht – sind Gegensätze, die uns immerfort beschäftigen; manchmal auch Zustände, in denen wir uns ungewollt wiederfinden, oder Gefühle, Emotionen, von denen wir nicht einmal genau sagen können, von woher sie eigentlich stammen. So kommt manchmal die gute (helle), manchmal die schlechte (dunkle) Seite unseres Wesens zum Vorschein.

Jeder Mensch tragt Abertausende von Gesichtern in sich; als bestünden wir aus unendlich vielen Erlebnissen, Begegnungen, Bildern, Eigenschaften, als sei in jedem einzelnen von uns die ganze Menschheit verborgen. Womöglich können wir gar nicht erahnen, was wir alles in uns tragen, zu was wir alles fähig und imstande sind. Es liegt in der Natur des Menschen, sich lieber in einem Umfeld und in Situationen zu bewegen, die er schon von Vornherein gut kennt, die ihm nahe sind – man bleibt lieber in einem sicheren, wenn auch einfachen Umfeld, immer die gleichen Wege gehend, bekannten Mustern folgend, Teil angenehmer zwischenmenschlicher Beziehungen, anstatt aus der „sicheren Blase“ der Gewohnheit und Bequemlichkeit auszubrechen. Doch wenn wir dieses wohlbekannte Umfeld verlassen, wenn uns extreme Erfahrungen widerfahren, wenn wir uns in ganz neuen Situationen wiederfinden, dann glaube ich, ist der Mensch der größten Gnade, aber auch der größten Gräueltaten fähig. Verschiedene Bereiche der Kunst – beleuchten meist genau solche Verhältnisse.                    

Mateja Potočnik.

Übersetzung: Barbara Anderlič

Program:

A. Berg

Nacht (Sieben frühe Lieder)

F. Schubert

Ganymed, D544

R.Strauss

Breit über mein Haupt, Op.19 No.2

Wir beide wollen springen, AV 90 Allerseelen, Op. 10 No. 8

Morgen, Op. 27 No.4

R. Wagner

Träume, Wesendonck Lieder, No.5

P.I.Tschaikowski

Otcego, Op.6 No.5

S. Rachmaninoff

Son, Op.8 No.5

Siren, Op. 21 No.5

Ya zhdu tebya, Op.14 No.1

Vesennie vody, Op. 14 No.11

A. Lajovic

Mesec v izbi

K. Mašek

Luna sije